Was kostet Performance Marketing für einen Onlineshop 2026?
Was kostet Performance Marketing? Online-Marketing-Freelancer im DACH-Raum liegen laut Freelancer-Kompass 2025 im Schnitt bei 92 € pro Stunde. Zwei Agenturen, deren Preisseiten ich geprüft habe, nennen für Google- oder Meta-Ads-Betreuung 2026 Pauschalen zwischen 300 und 3.500 € im Monat oder 10 bis 20 % des Werbebudgets. Für einen Onlineshop zählt aber vor allem das Abrechnungsmodell.
Was kostet Performance Marketing 2026: Zahlen mit Quelle
Ich nenne hier nur Zahlen, die ich selbst geöffnet und gelesen habe. Zwei stammen aus der Freelancer-Umfrage von freelancermap (Freelancer-Kompass), die übrigen sind Selbstauskünfte von Agenturen. Ein Orientierungsrahmen, keine Preisliste des Marktes.
- Freelancer allgemein: Der durchschnittliche Stundensatz im DACH-Raum liegt 2026 bei 103 € (freelancermap, Freelancer-Kompass 2026, 1.310 Angaben zum Stundensatz).
- Online-Marketing-Freelancer: im Schnitt 92,11 € pro Stunde, bei mehr als 10 Jahren Erfahrung 99 € (freelancermap, Auswertung des Freelancer-Kompass 2025, Januar 2026).
- Google Ads Betreuung: 300 bis 1.500 € Pauschale im Monat für kleine Unternehmen, 10 bis 20 % des Werbebudgets bei größeren Konten, 80 bis 150 € pro Stunde für Projekte, Einrichtung 500 bis 2.500 € (Conversion Traffic, Juli 2026).
- Meta Ads Agentur: 500 bis 1.500 € bei erfahrenen Freelancern und kleinen Agenturen, 1.500 bis 3.500 € im Mittelstand, Prozentmodell meist 10 bis 20 % (Ledist Agency, Mai 2026).
Werbebudget und Honorar: Was Sie wofür bezahlen
Das Werbebudget zahlen Sie an Meta und Google. Das Honorar bezahlt die Arbeit. Wenn Sie Angebote vergleichen, vergleichen Sie das Honorar und den Leistungsumfang. Ein Angebot, in dem beides in einer Summe steckt, wirkt teurer, ohne es zu sein.
Sechs Abrechnungsmodelle und was sie jeweils belohnen
Wofür ein Marketer bezahlt wird, darauf arbeitet er hin. Deshalb lohnt sich der Blick auf jedes Modell aus genau dieser Richtung.
- Stundensatz. Fair für eine klar begrenzte Aufgabe, etwa ein Konto-Audit oder eine Tracking-Reparatur. Für laufende Betreuung bezahlen Sie Stunden statt Ergebnisse und sehen die Rechnung erst am Monatsende.
- Feste Monatspauschale. Sie kennen die Kosten vorab. Das Risiko liegt im Umfang: Ohne schriftliche Aufgabenliste wird aus der Pauschale schnell „Konto angeschaut, alles in Ordnung“.
- Prozent vom Werbebudget. Bei Agenturen das häufigste Modell. Der Haken: Der Marketer verdient mehr, wenn Sie mehr ausgeben, nicht wenn Sie mehr verdienen. Digital Leap schreibt auf der eigenen Preisseite selbst, ein reines Prozentmodell „belohnt die Agentur dafür, dass du mehr ausgibst“.
- Erfolgsbasiert, also pro Lead, pro Verkauf oder mit Umsatzbeteiligung. Klingt ideal. Dann kommt die Frage, wer den Verkauf zählt. Meta, Google und Ihr Shop verbuchen dieselbe Bestellung oft jeweils für sich. Und am leichtesten anrechnen lassen sich Markensuchen und Retargeting auf Kunden, die ohnehin gekauft hätten.
- Hybrid: Grundpauschale plus Prozentsatz oder Bonus. Ledist nennt als Beispiel 1.000 € Grundpauschale plus 8 % des Werbebudgets. Ausgewogener, aber prüfen Sie, worauf sich der Prozentsatz bezieht.
- Einmaliges Audit. Ein guter erster Schritt, wenn Sie nicht sicher sind, ob das Problem überhaupt in der Werbung liegt und nicht im Shop, im Preis oder im Tracking.
Warum ich beim Prozent vom Werbebudget skeptisch bin
Ein Beispiel mit echten Zahlen. Villa Cotton ist eine Marke für Heimtextilien in den USA. Von Januar bis Juli 2025 stieg das Werbebudget für Meta und Google von 15.224 $ auf 47.310 $ im Monat, also ×3,1.
Jetzt eine Beispielrechnung. Bei 15 % vom Budget wäre das Honorar von etwa 2.300 $ auf etwa 7.100 $ im Monat gestiegen. Hier wuchs der Umsatz mit, also ging die Rechnung auf. Genauso stark wäre das Honorar aber auch gestiegen, wenn sich nur das Budget verdreifacht hätte und der Umsatz gleich geblieben wäre.
Jetzt der umgekehrte Fall. Graft Collab verkauft Premium-Weingläser in Dubai. Von März bis Juni 2025 sanken die Ausgaben für Google Ads von 8.418 auf 2.663 AED, also um 68 %, während der Umsatz aus Werbung laut Google Ads von 2.005 auf 14.120 AED stieg. Bei denselben 15 % wäre das Honorar für diese Arbeit von etwa 1.260 auf etwa 400 AED im Monat gefallen. Das Prozentmodell folgt den Ausgaben, nicht dem Geld, das bei Ihnen hängen bleibt.
Und was nützt ein schöner ROAS im Werbekonto? Als Inhaber zählen Umsatz im Shop und Marge, nicht die Zahl im Dashboard.
Was in der Google Ads und Meta Ads Betreuung enthalten sein sollte
- Tracking-Prüfung: Pixel und Conversions API, und ob die Käufe im Werbekonto mit den Bestellungen im Shop übereinstimmen.
- Konto- und Kampagnenstruktur in Meta und Google passend zu Ihrem Sortiment.
- Ein Testplan für Creatives mit Briefings. Klären Sie gesondert, wer die Creatives produziert.
- Produkt-Feed und Merchant Center, wenn Sie über Google Shopping verkaufen.
- Regelmäßige Auswertung der Ausgaben gegen echte Bestellungen und Umsatz im Shop, nicht nur gegen Plattformzahlen.
- Ein Report, den Sie ohne Marketing-Wörterbuch verstehen.
- Zugänge: Werbekonten und Daten laufen auf Ihren Namen und bleiben bei Ihnen.
Was den Preis bestimmt
- Anzahl der Plattformen, Länder und Sprachen.
- Größe des Sortiments und Zustand des Produkt-Feeds.
- Tracking. Werden Käufe nicht sauber erfasst, gehen die ersten Wochen in die Reparatur, und das ist echte Arbeit.
- Wie viele Creatives getestet werden und in welchem Tempo.
- Erfahrung. Laut Freelancer-Kompass liegen Online-Marketer mit mehr als 10 Jahren Erfahrung bei 99 € pro Stunde, mit weniger als 5 Jahren bei 76 €.
- Art der Abstimmung: wöchentliche Calls, Chat oder schriftliche Reports.
Wie ich abrechne
Einen festen Preis veröffentliche ich nicht. Ich kann ihn erst nennen, wenn ich Shop, Werbekonten und Ziele gesehen habe. Ich arbeite mit einer festen Monatspauschale, die ich pro Projekt festlege. Sie hängt nicht vom Werbebudget ab: Wenn ich Ihnen rate, eine Kampagne abzuschalten, die Geld verbrennt, sinkt mein Honorar dadurch nicht.
Die ersten 7 Arbeitstage sind eine Diagnose des Funnels: wo Geld verloren geht und wie viel. Hat Sie die Diagnose nicht überzeugt, sagen Sie mir innerhalb von 3 Tagen Bescheid, und ich erstatte das Monatshonorar. Danach geht es um Umsatzwachstum.
Ich arbeite schriftlich und mit kommentierten Bildschirmvideos statt Telefonterminen. Der Vertrag läuft 3 Monate, danach monatlich. Ich betreue jedes Projekt selbst, ohne Junior-Team, und höchstens drei gleichzeitig.
Angebote vergleichen: kurze Checkliste
- Was das Honorar konkret abdeckt, Aufgabe für Aufgabe, nicht nur „Betreuung“.
- Woran Erfolg gemessen wird: Shop-Umsatz und Marge oder ROAS im Werbekonto.
- Auf wen die Werbekonten laufen und was bei einer Trennung passiert. Vertragsdetails wie Laufzeit und Kündigung lassen Sie am besten anwaltlich prüfen.
- Ein Case mit Branche, Zeitraum und Zahlen, nicht nur ein Screenshot mit „ROAS 12“.
Häufige Fragen
Wie viel Prozent vom Werbebudget nimmt eine Agentur?
Die Agenturseiten, die ich für 2026 geprüft habe, nennen meist 10 bis 20 % des monatlichen Werbebudgets (Conversion Traffic, Ledist). Dieses Modell vergütet Ausgaben, nicht Gewinn.
Was kostet eine Google Ads Betreuung pro Monat?
Conversion Traffic nennt 2026 für kleine Unternehmen 300 bis 1.500 € Pauschale, Digital Leap startet bei 750 € im Monat plus 10 % ab 1.500 € Werbebudget. Das Werbebudget kommt jeweils dazu.
Ist das Werbebudget im Honorar enthalten?
Nein. Das Budget zahlen Sie direkt an Meta oder Google, das Honorar separat. Steht im Angebot nur eine Summe, lassen Sie sie aufschlüsseln.
Ab welchem Werbebudget lohnt sich externe Betreuung?
Laut Ledist ist eine Meta-Ads-Agentur unter 1.500 € Werbebudget im Monat selten sinnvoll, wirtschaftlich wird es ab etwa 2.000 bis 3.000 €. Ob es sich rechnet, hängt aber an Ihrer Marge, nicht an einer Pauschalgrenze.
Erzählen Sie mir im Formular kurz von Ihrem Shop, Ihren Kanälen und dem aktuellen Werbebudget, und ich nenne Ihnen eine Preisorientierung für Ihr Projekt. Bis dahin können Sie in meinen Cases sehen, wie sich die Zahlen entwickelt haben.

